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Gin

Die Wacholderbeere gehört schon seit der Antike zu den hochgeschätzten Heilmitteln. Im Mittelalter wurde die Kunst der Destillation entdeckt. 1588 beschrieb Caspar Janszoon Kohlhaes Herstellung und Wirkung des "Genever water". Der Genever begann seinen Siegeszug.

Medizin - Massengesöff - edler Tropfen: Gin!

Wilhelm von Oranien förderte intensiv die Herstellung des Genevers, der in England sprachlich zum Gin wurde und sozial zur Katastrophe. Die unglaublich billige Produktion führte zum "Gin Craze". Erst hohe Steuern, Lizenzierung und die damit verbundene Verteuerung des Gin beendete die weitverbreitede Trunksucht und das Sterben unter Männern, Frauen und Kindern.

Neue Destillationsverfahren - erfunden im 19.Jhd - ermöglichten Gin ohne Zuckerzusatz zu brennen. Der ungesüßte "London Dry Gin" war erfunden. Getrunken wurden die hochwertigen neuen Gins in luxeriös ausgestatteten Gin Palaces.

Die Geschichte des Gin (und des Genevers) ist dann durch ein Auf und Abs gekennzeichnet. Die Prohibition, die Weltkriege und das Aufkommen des Wodka prägten die Karriere des Gins. Seit Mitte der 90iger Jahre erlebt der Gin eine Renaissance und Weiterentwicklung. Gin wird neu und kreativ interprediert.

Gin ist eine  hauptsächlich aus Getreide hergestellte Sprituose, die mit Wacholderbeeren und einer wohl ausgewählten Auswahl an verschiednenen Kräutern, Gewürzen und Zitrusfrüchten aromasiert wird. Diese Botanicals sind in Anzahl und Auswahl von Gin zu Gin höchst unterschiedlich.

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