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Arbeg An Oa

12.10.2017

Heute ist (endlich!!) der neue Ardbeg An Oa eingetroffen. Der An Oa wird die 4. Standardabfüllung der legendären Islay Destillerie.

Bernhard Reims hat auf Whiskyexperts diese Tasting Notes verfasst:

Farbe: Leuchtendes Gold.

Nase: Warme Süße, aus der anfänglich subtiler Rauch hervorwabert - unverwechselbar Ardbeg mit kalter Asche, Teer und dezent Ölzeug, das in der Sonne trocknet, dabei recht balanciert und irgendwie "gepflegt". Dazu ein paar frische und fruchtige, zitronige Anflüge, und dahinter etwas Herbes von Lakritze. Mit der Zeit muss die Süße dem Rauch mehr und mehr Platz geben, aber er wird nie so dominant, dass der runde Gesamteindruck zerbricht.

Gaumen: Trocken rauchig mit einer cremigen Textur, interessante Kontraste von weicher Süß und von Holzkohle, herbe Noten grüner Teeblätter und das zestig Fruchtige von Mandarinenschalen. Auf der Zungenoberfläche sehr süß, wie Melasse oder wie Eiskonfekt, an den Rändern ein leichtes Prickeln, als würde man eine fast entleerte Blockbatterie mit der Zungenspitze testen. Dazu kommt jetzt ein malziger Grundton. Der Rauch ist sehr präsent, ohne dabei ungehobelt zu erscheinen.

Finish: Mittellang, rauchig, begleitende Süße und darüber ein flüchtiger, mineralischer Eindruck von Graphit.

Alles in allem: Was beim An Oa sofort auffällt ist, wie treffsicher Dr. Bill Lumsden hier einen Ardbeg komponierte, der nicht "so wie" oder "im Vergleich zu" ist, sondern in der bestehenden Range einen eigenständigen Platz einnimmt. Bei ihm besteht keinerlei Verwechslungsgefahr, weder innerhalb der Familie, noch gegenüber anderen rauchigen Malts. Sein Charakter ist typisch Ardbeg, sein Auftritt erwachsen, sein Profil akzentuiert und harmonisch zugleich. Eigenständig macht ihn auch sein runder Eindruck, der aber nicht in Belanglosigkeit abrutscht. Im Gegenteil: Er ist in jeder Phase des Genießens bemerkenswert.

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