Language
Language

Ardbeg Perpetuum

14.07.2015

Die Ardbeg ist eine kleine Destillerie, die einen umso prägnanteren Whisky herstellt. Der Perpetuum soll gerade diese Prägnanz darstellen. Offiziell beschreibt Ardbeg ihren Jubel-Whisky so:

Farbe: Tiefer Bernstein

Aroma: Sanft, köstlich und lockend, mit der unverwechselbaren ardbegschen Kombination aus Teer, Ruß und Kiefernharz. Danach folgen Andeutungen von dunkler Schokolade, Toffeesirup, Kaffeesatz und eine ferne Nuss Note. Ein bisschen Wasser fördert die frische, salzige Meeresbrise, etwas Leinsamenöl und die Duftnote des unverkennbaren Ardbeg Charakters: Kiefernharz und Zitrusfrüchte. Ein unglaublich frisches Bukett für solch einen torfigen Whisky.

Mundgefühl: Die cremige Textur verteilt sich sanft im Gaumen.

Geschmack: Intensiver, robuster, rauchiger Torf; herzhafter geräucherter Speck, Zimt und Muskatnuss, aber auch eine unglaublich cremig-süße, vanillig-schokoladige Geschmacksnote, welche den Gaumen schmeichelt. Ein unendlich langer Abgang, mit ein bisschen Leinsamenöl, dank den Sherryfässern, ein kleinwenig Teeröl und Teer, sehr dezent und sanft.

Auf www.whiskyexperts.net haben die Verkoster Silvia Behrens und Bernhard Rems diese Beschreibung des Perpetuum verfasst:

Nase: Sofort vom Öffnen der Flasche weg ist da harziger, typischer Ardbeg-Rauch, noch bevor man seine Nase ins Glas halten kann. Beim vorsichtigen Nosen dann dominiert allerdings eine frische Zitrusnote mit einem leichten Einschlag von Minze und  Kardamom, fast als würde man ein Erfrischungstuch öffnen. Wenn Laphroaig medizinisch ist, dann ist das hier eher aus der Ecke der hygienischen Sauberkeit.
Insgesamt macht die Nase einen jungen, lebendigen Eindruck, ohne vordergründige Schärfe. Die Zitrusnoten wandeln sich über die Zeit über Grapefruittöne hin zu Kumquats, etwas Kalkiges, leicht Seifiges mit einer Prise Salz tritt dazu. Und eine schwer zu definierende Süße kommt unterschwellig hoch. Langweilig wird die Nase nicht, man kann und sollte sich durchaus Zeit lassen, es tut sich was.

Gaumen: Ein wenig Süße war in der Nase gegen Ende schon da, aber was jetzt passiert, kommt dann doch eher überraschend: Der Antritt ist voller Milchschokolade, süß, cremig, fast puddingartig. Wow! Der Schokoladeneindruck ist definitiv sehr intensiv, die Zitrusnote muss sich erst durchkämpfen, der Rauch sowieso – der ist eher zurückhaltend jetzt, aber schön definiert. Der Perpetuum macht sich breit im Mund, ist ölig und spannt einen Bogen über  Schoko-. Vanillenoten, Zitrus und dann hin zum Rauch. Auch das ist interessant zu verfolgen und herrlich wider den Erwartungen.

Finish: Die Süße hält sich mittellang, wandelt sich dann in eine etwas herbere Milchkaffeenote, dann wabert ganz subtil etwas Maracuja darin herum – aber was nahezu ewig bleibt, ist der rauchige Eindruck, der hier dann auch etwas, aber auch nur etwas speckig wird. Wärmend ist die ganze Chose auch, wir mögen das sehr.

Alles in allem: Oh ja. Der gefällt. Der gefällt, weil er in jeder Phase spannend und mehrschichtig ist, ganz und gar nicht flach und dabei wunderschön trinkbar. Man spürt und schmeckt, dass hier mit sehr viel Sachverstand etwas komponiert wurde, das mehr ist als die Summe der Fässer; dass man einen Jubiläumswhisky erschaffen hat, der nicht einfach zusammengeschustert wurde, sondern ganz bewusst Perspektiven nach vorne öffnet und zeigt, dass man in der Destillerie das Handwerk versteht. Er ist kein „schmeckt wie“-Whisky, sondern eigenständig, und das mögen wir.
Der Perpetuum ist vielleicht nichts für Nostalgiker, aber sicher etwas für jene, die etwas sehr Gutes aus der Destillerie Ardbeg von heute wollen. Und daher freuen wir uns, ihm ein solches sattes „Sehr Gut“ attestieren zu können. Wenn Sie eine Flasche kriegen, dann sammeln Sie die bitte nicht, sondern machen Sie sie auf. Sie hat es sich verdient – und Sie haben es sich verdient."

Eine Flasche mit 0,7 Liter kostet im Laden 98,-- € (1 Liter 140,-- €). Die Abgabe pro Kunde ist auf 1 Flasche beschränkt.

 

Zurück

Einen Kommentar schreiben
© All rights reserved | Impressum

Der Eintrag "sidearea" existiert leider nicht.